AUTORENMAGAZIN FÜR MEDIEN, KUNST, POP. FÜR GEDANKEN AUS WORTEN UND BILDERN.
UND ZWISCHEN IHNEN.
UNZEITGEMÄSS. APERIODISCHES ERSCHEINEN.
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Wir können nie wissen, wo Ideen und Gedanken auf uns lauern. Wir Menschen. In dieser Unberechenbarkeit liegt – wenn man so will – das göttliche Element des Denkens.
Große Momente fallen uns unvermittelt zu. Blitze – von Zeus geworfen. Wen sie treffen, der kann zu arbeiten beginnen. Genau das taten die Autoren dieser Ausgabe über Götter und Göttliches.
Alles wie gewohnt in hartem Schwarz-Weiß. Bunt kann ja jeder.
Dieser Satz entstammt Hannah Arendts berühmter Unterscheidung von Macht und Gewalt. Nach Arendt wirkt Macht auf subtile Weise. Für den Fall, dass die Regeln der Macht nicht befolgt werden, drohen zwar durchaus Konsequenzen. Aber die Macht der Herrschenden rührt gerade daher, dass keine Gewalt angewendet wird.
Macht funktioniert, wenn die hintergründigen Motivations- und Sanktionsszenarien ihre Ziele erreichen, ohne Drohungen wahr machen zu müssen. Wird offene Gewalt angewendet, ist Macht bereits abwesend.
In diesem Verständnis von Macht nehmen unsere Kommunikations- und Ausdrucksräume – mit einem Wort unsere Öffentlichkeiten – eine besondere Stellung ein. Denn in ihnen kann man die Spuren der Macht verfolgen und deuten. Genau das unternehmen die Autoren unserer ersten Ausgabe anhand der unterschiedlichsten Phänomene.